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BIBER Anton
in
München (°1833)

1834

  MÜNCHEN - "Alois Biber in München, dessen Verdienst schon die vorjährige Kommission mit der silbernen Medaille ehrte, hat indeß eine vollständige Fabrik eingerichtet, in welcher beständig 12 bis 15 Instrumente in der Arbeit begriffen sind.

Ihm hat sich sein Bruder, Anton Biber in Nürnberg, an die Seite gestellt, und liefert besonders dem überseeischen Handel Instrumente, die den Wiener Flügeln weder an innerm Gehalt noch an Eleganz der Form nachstehen.

Besonders gefällig von ihm ist ein Tafelfortepiano in Palisander mit Messing ausgelegt. Auch die Instrumente von Joh. Mayer in München, Christian Thenn in Augsburg und Jak. Stadler in Aeschach, Landgerichts Lindau, sind der Beachtung und ihre Urheber jeder Aufmunderung würdig." Allgemeine Zeitung, 09/12/1835, p. 2744

MÜNCHEN - "Auf gleiche Stufe der Vollkommenheit stehen die Instrumente des Piano-Forte-Fabrikanten Anton Biber in Nürnberg. Das eingesendete Tafel-Forte-Piano war besonders in den hohen Tönen vortrefflich, und dessen åußere Ausstattung in Palisander mit Mer sing eingelegt, stempelte dasselbe ganz zu einem Kabinets-Stück.

Von dieser Art versendet Biber jährlich eine ansehnliche Unzahl in das Ausland, besonders über's Meer. Die Form des aufrecht stehenden Flügels spricht nicht so allgemein an, allein Ton und Spiel sind gleichfalls vorziiglich zu nennen. Wir haben auch diesem Fabrikanten die silberne Medaille zugesprochen." Bericht der allerhöchst angeordneten Königlich Bayerischen Ministerial ..., Industrie-Ausstellung München, 1835, p. 27

1837

MÜNCHEN - "Industrie-Ausstellung in München. (Aus dem offiziellen Berichte, München 1837, in der Buchhandlung von Ph. J. Bayer.) Musikalische Instrumente - waren in dieser Ausstellung in grosser Anzahl vorhanden. [...] Diese Medaille wurde auch zugesprochen Hrn. Anton Biber in Nürnberg. [...]" Bayerische National-Zeitung, 10/03/1837, p. 3 (digipress.digitale-sammlungen.de)

1840

NÜRNBERG - "Wenn dem Flügel von Alois Biber in München bezüglich der äußern Ausstattung und des starken und hellen Tons von vielen Sachverständigen der erste Rang eingeräumt wurde, so behaupteten dagegen andere, dem Flügel von Anton Biber in Nürnberg gebühre bei ähnlich geschmackvoller Ausstattung, wegen seines neuverbesserten Organismus und leichten Spiels der Vorzug um so mehr, als durch die mögliche stärkere Stimmung größere Fülle des Tones erzielt werden könne.

Beide Brüder haben das Auszeichnungswürdige geleistet und ihre Flügel und tafelförmigen Pianos sind unstreitig das Beste, was in fraglicher Beziehung die Ausstellung aufzuweisen hatte." Erinnerungen an das Volksfest, das Übungslager und an den Aufenthalt der ..., Nürnberg, 1840, p. 27 - and  - Die allgemeine Industrie-Ausstellung zu Nürnberg im Herbste 1840, p. 27

NÜRNBERG - "948. Biber, Anton, Pianoforte-Fabrikant das., S. M. 1835 : 1 Flügel von Zebraholz mit einlagen und neuverbessertem Mechanismus, 1 Tafelpiano von Jacarandaholz und wie vorstehend." Verzeichnis aller Gegenstände, welche zu der für das Jahr 1840 in Nürnberg ..., 1840, p. 85

NÜRNBERG - "Die vorzüglichsten der eingesendeten Klavier-Instrumente waren unstreitig von Biber Alois in München und dessen Bruder Biber Anton in Nürnberg geliefert.

Es gilt von den Alois Biber'schen Instrumenten das von dem berühmten Pianisten Kramer aus London darüber gefällte Urtheil in vollem Maße :

«daß es nicht möglich sey, einen reinern volleren Ton, leichteres Spiel, eine bessere Dämpfung, kurz alle Eigenschaften in einem höheren Grade zu vereinigen, welche von derlei Instrumenten gewünscht werden können, und daß diese Instrumente bei ihrem äußerst mäßigen Preise den Wienern weit vorzuziehen seyen.»

wozu noch eine zwar etwas kostspielige höchst geschinack: volle dem gebildetesten Auge wohlthuende äußere Ausstattung kömmt.

Die Alois Biber'schen Instrumente sind - man darf sagen vollkommen zu nennen, und deßhalb wahre Glanzpunkte der Nürnberger Industries-Ausstellung, so wie der Industrie unsers Vaterlandes.

Den Leistungen des Alois Biber zunächst stehen die seines Bruders Anton in Nürnberg.

Die Bestrebungen der übrigen Klaviermacher, wel: che Einsendungen machten, find verdienstlich zu nennen." Kunst- und Gewerbeblatt des Polytechnischen Vereins für das ..., 1840, p. 717

1854

MÜNCHEN - "342 A. Biber, hofpianofortefabrikant, München, Bayern - Grosse Denkmünze, wegen Herstellung von Flügeln und tafelförmigen Fortepianos in einem überaus hohen Grade der Vollendung im Ganzen sowohl als in den einzelnen Theilen und wegen Erfindung einer sehr einfachen, bauerhaften und dennoch durch aus vollkommenen Mechanik." Auszeichnungen bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München, 1854, p. 54

1867

PARIS - "ALOIS BIBER - Fabricant de pianos de la Cour royale de Munich.

Un piano de concert à queue en bois de palissandre, grande forme, avec poutres en fer, pédale en métal, mécanique anglaise améliorée.

Un piano de concert à queue, en noyer d'Espagne, avec trois poutres en fer, uoe planche d'harmonie en métal, construction anglaise et mécanique à répétitions très perfectionnée.

Cette fabrique a été fondée en 1827 par le père du propriétaire actuel ; il l'a fondée en petit et avec très peu de fonds ; mais, grâce à sa persévérance et aux connaissances de l'illustre maître, l'établissement est arrivé en très peu de temps à occuper une vingtaine d'ouvriers.

Aux Expositions des années 1834, 1835, 1840, 1842 et 1854, on a estimé la valeur des fabrications selon leur mérite et on a accordé les premières médailles à l'exposant; en 1854, on lui en a accordé encore d'autres avec la mention suivante : Le président de la commission, en raison des grands services que Biber a rendus à l'industrie bavaroise, le recommande au souverain.

Plus on connut la qualité et la solidité de ses produits, plus la fabrique grandit, et le propriétaire fut oblige, il y a trois ans, d'acheter des machines pour satisfaire à toutes les commandes. Avec un personnel de 60 à 70 hommes, on fait continuellement marcher de 12 à 15 machines, y compris une scierie pour les applications de bois, ainsi qu'une machine à tourner en bois, toutes mues par la vapenr.

Les illustrations ci-jointes donnent une petite idée de l'activité et de la marche rapide de cet établissement. De même à l'Exposition de Stettin, en 1865, la première médaille d'honneur fut décernée à la fabrique de Biber, parmi toutes les fabriques allemandes, et c'est surtout à cette Exposition que Biber doit ses relations lucratives en Russie, en Pologne, en Turquie, en Suisse et en Italie, qui font espérer une plus grande extension de sa fabrique.

On a commencé aussi à faire des affaires avec l'Amérique centrale, et les comptesrendus sur les instruments reçus ont été si favorables, qu'on compte faire de grandes affaires avec cette partie du monde. La provision de bois de la fabrique représente toujours en moyenne une valeur de 40 à 50,000 francs, de sorte qu'on ne travaille pas le moindre morceau de bois sans qu'il ait séché au moins pendant une année. -

Par ce procédé on empêche le bois de travailler lors de la fabrication des instruments et l'on remédie à l'un des plus grands inconvénients de cette branche d'industrie. Un autre point très important, c'est que tout se fait dans notre fabrique depuis la moindre pièce mécanique jusqu'à la grande caisse, nous pouvons donc garantir la qualité supérieure de nos instruments.

Nous en fabriquons de 350 à 400 par an, représentant environ un capital de 350,000 francs. Nous expédions nos pianos dans toutes les parties du monde." L'industrie de la Bavière à l'Exposition Universelle de Paris en 1867, p. 31-32

  PARIS - "A. Biber, Hofpianofortefabrikant in München (Bayern), wegen Herstellung von Flügeln und tafelförmigen Fortepianos in einem überaus hohen Grade der Vollendung im Ganzen sowohl als in den einzelnen Theilen und wegen Erfindung einer sehr einfachen, dauerhaften und den noch durchaus vollkommenen Mechanik, welche in Wirklichkeit nur eine recht anerkennenswerthe Verbesserung der englischen Mechanik war.

Durch Zugabe einer kleinen, an einem Federchen elastisch schwebenden Pelote, auf der schiefen Fläche des Stösserkopfes unter dem Hammerstiele angebracht, wird nämlich der Hammer in jeder Höhe gefangen und die Repetition ist — wie Schaflhaeutl sagt so leicht und sicher und nie versagend, als bei der vollendetsten Erard'schen Mechanik.

Durch diese einfache sinnreiche Erfindung, welche leicht anzufertigen, einfach, wohlfeil auszuführen und nicht leicht in Unordnung zu bringen ist, wurde unserem Berichterstatter zufolge in Hinsicht auf den Piano-fortebau ein grosser Fortschritt hervorgerufen." Geschichte des Claviers vom Ursprunge bis zu den modernsten Formen dieses Instruments nebst einer Uebersicht über die musikalische Abtheilung der Pariser Weltausstellung im Jahre 1867, Oscar Paul, p. 162 (archive.org)

PARIS - Pianoforti a coda. - [...] "La casa Biber di Monaco (Baviera) aveva un gran pianoforte a coda col semplice meccanismo inglese; aveva però aggiunto allo spingitore un crocco che tratteneva la spalletta da dietro; la tastiera era un po' duretta, andava però bene: intanto vi erano certe corde che, toccate sole, battevano come fossero scordate, ciocchè certamente non sfuggirà all'autore che ovvierà al difetto. Del resto la voce era bastantemente eguale, ma nei medii un poco corta. La casa Biber si ebbe la medaglia d'argento." Il Pianoforte, guida pratica per costruttori, accordatori, etc., Sievers, 1868, p. 219

1869

MÜNCHEN - "132. Biber, Anton, Pianofortefabrikant. 1 Pianino nach amerik. System, einfach in Nußholz; 1 Pianino in Eichenholz, im Renaisance-Styl geschnitten, pat.; 1 Stutzflügel in Nußholz; 1 Concertflügel nach amerik. System in Nußholz." Catalog der Lokal-Industrie-Ausstellung in München, 1869, p. 19 

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