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Alois PARTTART
à Vienne
In den lehten Jahren hat das herrliche Landschaftsbild, welches in prachtvollem Cyclorama die Stadtgrenzen Wiens umschließt, manche erfreuliche Veränderung erfahren. Wer heute von den Höhen des Kahlenberges hinabblickt auf die grünen Hügel, die von den lehten Häusern der Stadt hinanführen zu den Rebengeländen und dunklen Waldungen der Wiener Vorberge, der macht die überraschende Wahrnehmung, dass die Stadt seit den letzten zehn Jahren langsam und ganz im Stillen um ein Beträchtliches weiter hinausgerückt ist. Weite grüne Flächen von einst sind heute von freundlichen Villenzeilen durchquert. Besonders charakteristisch ist auch das Wachsen der Stadt nach dem Westen und Süden.
Ueberall aber sind es die großen Fabriksbauten mit ihren
qualmenden Riesenschloten, die dem Weitergreifen der Stadt das Terrain
abstecken und an der Westbahn kommen sie uns heute schon bis
HütteldorfBaumgarten entgegen, während sie an der Südbahn bereits bis
nach Azgersdorf hinausgerückt sind. So ist in den lezten Jahren, hart an
das dortige Stationsgebäude der Südbahn anstoßend, ein stattliches
Industrie-Etablissement entstanden, in welchem eine der größten
Clavierfabriken Wiens untergebracht ist, die vorzüglichen Clavierbau-Werkstätten von Alois Parttart.
Ein betäubendes Surren und dumpfbohrendes Geräusch erfüllt diese Räume und man möchte es kaum für möglich halten, dass aus diesem Donnergepolter und Maschinenlärm schließlich das universellste aller Musikinstrumente, das Clavier, hervorgehen soll.
Überall sieht man hier bereits die rohgezimmerten Gehäuse, deren Holz den subtilsten Trockenprocessen unterworfen wurde und derart auf seine Dauerhaftigkeit und Zähigkeit erprobt ist, dass die Parttar t'schen Claviere, die heute nach allen Weltgegenden versendet werden, sich unter dem tropischen Himmel Ägyptens und Tunis, wie Brasiliens ebenso vorzüglich bewähren, wie in dem nebligen Winter Hollands und den eisigen Frösten Norwegens und Russlands.
Hervorzuheben ist an den Parttart'schen Clavieren deren außerortentliche
Klangschönheit und Tonfülle, welche dem Spiele dieser Instrumente jene
pracht vollen orchestralen Effecte verleihen, wie man sie nur auf den
besten Pianofortes erzielen kann. Ebenso vorzüglich und dauerhaft sind
die Parttart'schen Claviere in. der Stimmung, welche sie staunenswert
lange behalten. In der That sind unsere Holzsorten nahezu unerreicht in ihrem Halten der Stimmwirbel, ebenso wie in ihrer Verwendbarkeit für die Flügel- und Pianozargen und Resonanzbodenstege.
Besonders hervorzuheben
ist aber, dass sämmtliche Bestandtheile der Parttart'schen Claviere in
der Fabrik selbst erzeugt werden und dass die Auswahl des zur Verwendung
gelangenden Materials wie der Hämmer und Dämpfungsfilze, der
Garnirungstücher der Mechanik und Claviaturen sowie der Stimmwirbel und
Clavier saiten die denlbar sorgfältigste und gewissenhafteste ist.
Derartige Ereignisse sind wichtigere und beherzigenswertere Fingerzeige für unseren Gewerbestand, als Bierbankreden und Hekereien und wer wissen und erfahren will, wie man trok der Ungunst äußerer Verhältnisse und Bedrängnisse seinen Weg machen kann, der forsche und erkundige sich nach der Geschichte des heute so angesehen und geachtet dastehenden Hauses Parttart, das Alles nur dem Kopfe und den Händen seines Begründers zu danken hat." Die österreichische illustrierte Zeitung: Wochenschrift für alle ..., 1894, p. 8-9
Pour les références voyez la page pianos viennois P
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